Sonnemannstraße

Direkt gegenüber dem Haupteingang zur Europäischen Zentralbank befindet sich das Wohnprojekt Sonnemannstraße. Die Gruppe von vier Stadthäusern setzt sich aus zwei gründerzeitlichen Bestandsgebäuden zusammen, die zu beiden Seiten von je einem Neubau flankiert werden. Die stark vernachlässigten und noch von Kriegsschäden gezeichneten Altbauten wurden aufwändig saniert und waren bereits vor der Baumaßnahme unbewohnt – eines der beiden Häuser war vollständig ausgebrannt. Rechts der Altbauten befand sich zuvor ein zweigeschossiges Gebäude, links davon – an der Ecke von Windeck- und Sonnemannstraße – eine Brache. Das Eckgrundstück war bis dahin unbebaut geblieben, weil es nach dem Fluchtlinienplan der 1960er-Jahre eine Straßenverbreiterung ermöglichen sollte – eine Bebauung war somit über Jahrzehnte ausgeschlossen. Erst die Perspektive einer aufwändigen Sanierung der abbruchreifen Altbauten durch den Projektentwickler Quartier East ermöglichte – als Entgegenkommen der Stadtplanung – die Bebauung der Ecke. Ein Glücksfall für Stefan Forster Architekten – nicht nur wegen der exponierten Lage, sondern auch, weil das Büro mit den Wohnhäusern Ostendstraße (2009) und Windeckstraße (2016) bereits zwei Projekte an der Nord- bzw. Westseite desselben Straßenblocks realisieren konnte. Das auf dem Gelände einer ehemaligen Kfz-Werkstatt errichtete Wohnhaus Windeckstraße schließt mit seinen markant verklinkerten Loggien und Balkonen nun unmittelbar an das neue Eckhaus an.

Dem Entwurf liegt der Gedanke der europäischen Stadt mit parzellierten, immer etwas anders gestalteten und zugleich identifizierbaren Einzelhäusern zugrunde. So übernehmen die Neubauten etwa die Traufhöhe der Altbauten und das Motiv des Mittelgiebels. Dem Eckhaus kommt durch seine exponierte Lage dabei eine besondere Bedeutung zu. Mit seiner Materialität, den Sprossenfenstern und der profilierten Fassade bezieht sich der rötlich-braune Klinkerbau bewusst auf die expressionistische Architektur der 1928 errichteten Großmarkthalle von Martin Elsaesser, die zu den wichtigsten Monumentalbauten der klassischen Moderne in Frankfurt zählt. Insbesondere die gläsernen, mit Gesimsen horizontal gegliederten Erker sind als Referenz an die Gestaltung der Treppenhäuser an den Kopfbauten der Großmarkthalle zu verstehen. Das Wohnprojekt Sonnemannstraße zählt somit zu den wenigen Projekten, die im tradierten städtebaulichen Maßstab Bezüge zu unterschiedlichen Phasen der Stadtgeschichte aufweisen: vom Historismus bis zur klassischen Moderne, von der Gründerzeit bis in die Gegenwart. Ergänzt werden die 35 hochwertigen Eigentumswohnungen durch ein Café an der Ecke.

Wohnhaus Ostendstraße

zum Projekt

Wohnhaus Ostendstraße

zum Projekt

Windeckstraße

zum Projekt

Windeckstraße

zum Projekt

Nominierung: Vier Forster-Projekte für Award „Wohnbauten des Jahres 2022“

26.04.2022

Award

Nominierung: Vier Forster-Projekte für Award „Wohnbauten des Jahres 2022“

Gleich vier Projekte aus dem Büro Stefan Forster sind für den Preis „Wohnbauten des Jahres 2022“ nominiert. Neben dem Wohnprojekt Adolfstraße in Hannover („Hannover 01“) und dem genossenschaftlichen Wohnhaus Lameygarten in Mannheim befinden sich das Appartementhaus Mainzer Landstraße und die Wohnhäuser Sonnemannstraße – beide in Frankfurt am Main – auf der Liste. Der Preis wird vom Callwey-Verlag ausgelobt, die Preisträger werden am 10. Oktober 2022 im Haus der Architektur in München bekanntgegeben.

zum Preis „Wohnbauten des Jahres“ Hannover 01 Lameygarten Mainzer Landstraße Sonnemannstraße

Meldung: „Vier mal Wohnen“, Sonnemannstraße in Frankfurt, BauNetz

14.02.2022

Presse

Meldung: „Vier mal Wohnen“, Sonnemannstraße in Frankfurt, BauNetz

Das Architekturportal BauNetz berichtet in einer aktuellen Meldung über die Realisierung von vier Wohnhäusern an der Frankfurter Sonnemannstraße: „Mit dem Projekt waren mehrere Aufgaben verbunden. Dazu gehörte die umfangreiche Sanierungen der beiden schlichten Gründerzeitbauten. Das rechte der beiden Häuser war durch einen Brand stark beschädigt. Die Dachpartien beider Bauten wurden neu gestaltet und die Erdgeschosszone neu organisiert.“

zum Beitrag zum Projekt

Projekt: Wohnhäuser Sonnemannstraße, Cube, 4/2021

23.12.2021

Presse

Projekt: Wohnhäuser Sonnemannstraße, Cube, 4/2021

„Stadt weitergebaut“: Das aktuelle Cube-Magazin präsentiert die Wohnhäuser Sonnemannstraße in Frankfurt am Main. Direkt gegenüber dem Eingang zur Europäischen Zentralbank sanierte das Büro Stefan Forster zwei Altbauten und ergänzte sie zu beiden Seiten um je einen Neubau, der die gründerzeitliche Struktur aufnimmt.

PDF zum Projekt Sonnemannstraße

Projekt: Sonnemannstraße, „Prägnanter Neubau in telegener Lage“, Frankfurter Allgemeine Zeitung

06.08.2015

Presse

Projekt: Sonnemannstraße, „Prägnanter Neubau in telegener Lage“, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Von Rainer Schulze
Veröffentlicht in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.08.15
Projekt: Sonnemannstraße, Frankfurt am Main

zum Projekt

Broschüre: Quartier East Frankfurt am Main, Eastside Magazine, 2/2015

23.02.2015

Presse

Broschüre: Quartier East Frankfurt am Main, Eastside Magazine, 2/2015

„Quartier East“
Sonnemannstraße, Frankfurt am Main

PDF zum Projekt

Projekt: Sonnemannstraße im Frankfurter Ostend, Frankfurter Allgemeine Zeitung

31.01.2015

Presse

Projekt: Sonnemannstraße im Frankfurter Ostend, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Nur noch 400 Meter“
Von: Rainer Schulze
Veröffentlicht in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.01.2015
Projekt: Sonnemannstraße, Frankfurt am Main

zum Projekt

Projekt: „Wohnen mit Blick auf die Zentralbank“, Frankfurter Allgemeine Zeitung

06.09.2014

Presse

Projekt: „Wohnen mit Blick auf die Zentralbank“, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Von Rainer Schulze
Veröffentlicht in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2014
Projekte: Sonnemannstraße und Windeckstraße, Frankfurt am Main

Sonnemannstraße Windeckstraße