Villenumbau

Siena, Italien

Wohnfläche: 220 m²
Leistungsphasen: 1-5 + KOL
Fertigstellung: 1986

Bauherr: Carla and Stefan Freato

Das im italienischen Siena gelegene Bestandsgebäude präsentiert sich mit dem klaren, zweigeschossigen Baukörper, dem Natursteinmauerwerk und dem flach geneigten Walmdach als typischer Villenbau in der Toskana. Für den Entwurf war der Gedanke bestimmend, die Qualitäten der Rusticavilla, die zuvor bereits etliche Male umgebaut wurde, wieder herzustellen und behutsam zu modernisieren. Diesem Credo folgend wurden zugemauerte Wandflächen wieder geöffnet und punktuell neue Fensteröffnungen in den Bestand integriert. So wurde etwa eine Gruppe von Rundbogenfenstern im ersten Obergeschoss bodentief erweitert und mit einer gläsernen Brüstung versehen. Der dahinterliegende Innenraum wurde schließlich zu einer Loggia umgewidmet. Im Kontrast zur massiven Hülle steht die modernistische Neuinterpretation des Inneren: Der Rückbau nichttragender Wände ermöglicht nun einen offenen Grundriss um eine freitragende stählerne Treppe herum. Durch die Verbindung dieser Elemente stellt der Entwurf ein Spannungsverhältnis zwischen der Modernität des Innenraums und dem massiven, traditionell behandelten Äußeren her.

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